Im September 2026 startete ich die erste Umfrage meines Lebens, schrieb einen Artikel über fünf Dinge, die ich als Mediatorin heute anders machen würde, beschäftigte mich mit Kennzahlen meiner Homepage, verbrachte eine Woche in den Bergen.
Umfrage ‚Mit oder ohne KI zur Konfliktpartei?‘
Das bestimmende Thema im September 2026 war meine Umfrage zur erzielten Qualität der Lösungen ernsthafter Konflikte. Ein Konflikt gilt hier als ernsthaft, wenn er sich wiederholte oder man deshalb nicht schlafen konnte oder Ähnliches.
Mit Konflikten kann man auf verschiedene Arten umgehen: man kann es mit sich selbst abmachen, das Gespräch mit dem Gegenüber führen, sich vorher eventuell mit einer KI austauschen, oder einen Konfliktexperten als neutrale Instanz zum Gespräch hinzuziehen. Doch welche Kombination die besten Ergebnisse erzielt, weiß bisher niemand genau. Daher habe ich die Umfrage erstellt. Sie ist für alle, die einen ernsthaften Konflikt hatten, egal ob privat oder beruflich, mit oder ohne KI-Einsatz, oder mit oder ohne Konfliktexperten.
Das Ausfüllen dauert 3 Minuten und ist völlig anonym. Ich kann keine Aussage einer Person oder einer IP-Adresse zuordnen. Die Ergebnisse werde ich für einen Blogartikel verwenden, den ich im Oktober veröffentlichen werde.
Die Umfrage startete am 7. September und endet am 4. Oktober. Verbreitet habe ich sie über Facebook, LinkedIn, den Newsletter, meinen E-Mail-Verteiler, und die E-Mail-Verteiler von Judith Peters.
Eine erste Auswertung gibt es bereits, doch verraten möchte ich noch nichts, bis die endgültige Auswertung steht. Ein bisschen Spannung darf sein.
Ein Jahr Relaunch: Was hat sich getan?
Im August 2025 habe ich begonnen, meine Homepage neu aufzusetzen. Der erste Blogartikel, den ich veröffentlicht habe, war der Monatsrückblick Oktober 2025. Jetzt ist gut ein Jahr vergangen, und das habe ich zum Anlass genommen, mir die Entwicklung genauer anzusehen.
Verlässliche Zahlen habe ich erst seit Mitte Dezember. Ich vergleiche die Messdaten vom 3. Januar mit denen des 30. September 2026. Alle Angaben beziehen sich auf die genannten Stichtage und sind Monatswerte. Quellen sind die Analysetools Google Search Console (GSC) und Koko Analytics (Koko).
Die für mich beeindruckendste Änderung betrifft den Anstieg der Impressionen von 90 auf 1.939, ein Plus von 2.054 %!
| Kennzahl | 03.01.2026 | 30.09.2026 | Quelle |
| Impressionen | 90 | 1.939 | GSC |
| Klicks | 19 | 47 | GSC |
| Durchschnittliche Position | 32,1 | 7,4 | GSC |
| Backlinks | 1 | 13 | GSC |
| Besucher | 165 | 146 | Koko |
| Seitenaufrufe | 468 | 303 | Koko |
Bei den Klicks gab es zwischendurch einen deutlichen Ausschlag nach oben. Der Klickmagnet war der Blogartikel „Jahresrückblick 2025″. Das ist ein saisonales Hoch um den Jahreswechsel, das bei vielen Bloggern auftritt.
Super finde ich die Entwicklungen der Position und der Backlinks, meine Webseite ist also bei Suchanfragen ganz deutlich nach vorne gerutscht und 7 verschiedene Webseiten verweisen nun teils mehrfach auf meine.
So gut mir die Zahl der Impressionen gefällt, diese Kennzahl repräsentiert nur die halbe Wahrheit. Denn die Zahl der Besucher und die der Seitenaufrufe sind leider gesunken. Dafür gibt es nach meiner Einschätzung diese Gründe: KI beantwortet inzwischen viele Suchanfragen direkt, deshalb sinkt die Relevanz der Webseiten. Belegen kann ich das nicht, es ist meine Vermutung und die vieler Bloggerinnen. Außerdem habe ich im Sommer weniger gepostet als im Frühjahr und damit weniger Menschen auf meine Artikel aufmerksam gemacht.
Sichtbarkeit bei KI und auf Google Maps
Laut Google Analytics wurde ich zwischen dem 3. Januar und 30. September 2026 erst zweimal von Perplexity zitiert, von anderen Chatbots gar nicht. Ich hoffe, dass das mehr wird.
Mein Unternehmensprofil bei Google Maps habe ich im Mai 2026 eingerichtet. Von Mai bis 30. September gab es insgesamt 172 Interaktionen mit ihm, das heißt die Leute suchten Wegbeschreibungen, stöberten auf meiner Seite. Das finde ich überraschend viel. Und es freut mich!
Neuer Blogartikel: Klarheit versprechen statt Win-Win
Am 22. September habe ich den Artikel „Klarheit versprechen statt Win-Win: 5 Dinge, die ich als Mediatorin heute anders machen würde“ veröffentlicht. Darin blicke ich ehrlich auf meine Unternehmensjahre zurück.
Die wichtigste Lektion: Ich verspreche heute Klarheit statt Win-Win. Dazu kommen vier weitere Dinge, die ich anders machen würde: weniger Perfektion von mir verlangen, den Blog früher starten, früher Vorträge halten und Kurse geben sowie früher ein Freebie plus Newsletter erstellen.
Urlaub in Berchtesgaden
Mitte September habe ich mit meinem Mann eine Woche in den Bergen verbracht, in Berchtesgaden. Wir sind gewandert, spazieren gegangen und haben Sonne und Aussichten genossen. Die Bootsfahrt auf dem Königssee haben wir wegen des Touristenansturms gestrichen und sind statt dessen mit der Seilbahn auf den Jenner, unseren Aussichtsberg, gefahren.
Natürlich haben wir auch das Salzbergwerk Berchtesgaden besichtigt und alles über Entstehung und Abbau der Salzvorkommen gelernt. Aber das Tollste waren die Bergwerksrutschen von Stollen zu Stollen, die auch die Arbeiter benutzten. Man setzt sich hin wie als Kind aufs Treppengeländer und rutscht hinunter. Das macht riesig Spaß. Leider darf man im Bergwerk keine Fotos machen, daher gibt es nur das eine von mir.
Beeindruckt hat uns außerdem das Dokumentationszentrum auf dem Obersalzberg. Es zeigt die Entwicklung der Bebauung und ihrer Funktion vor, während und nach der Nazizeit. Plastisch wurde dies beispielsweise durch Eva Brauns Filme, originale Karten mit Frontverläufen, Briefe aus dem Ghetto, Souvenirs aus Berchtesgaden mit Nazi-Symbolen. Im Gegensatz zur oberirdischen Bebauung sind die Stollen im Obersalzberg noch erhalten und zugänglich. Als Besucher kann man sich gut vorstellen, wie sich die Nazis hier verschanzten.
Beim Wandern durch die Almbachklamm nötigten mir die Flößer um 1900 Respekt ab. Denn in der tief eingeschnittenen Schlucht verkeilten sich immer wieder Stämme und die Flößer mussten unter Lebensgefahr ins Wasser und die Blockaden lösen. Heutzutage kann man Felsen und Wasser bequem und sicher von Stegen aus bewundern.
Ein Abstecher nach Salzburg durfte nicht fehlen. So bummelten wir von Schloss Mirabell über die Festspielmeile zum Domquartier, besuchten Constanze Mozarts Grab und die Katakomben, legten ein Päuschen bei Kaffee und Torte ein. Sehr gut gefiel mir das St. Peter Stiftskulinarium, das seit 803 besteht und ganz und gar nicht verstaubt daherkommt.
Ausblick auf Oktober
- Die Umfrage endet am 4. Oktober. Danach folgt die endgültige Auswertung.
- Das Jahr neigt sich seinem Ende zu und ich überlege mir ein Thema, das sich als Adventskalender eignet. Lassen Sie sich überraschen, für welches ich mich entscheide!
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Über mich: Assyriologin, Systemanalytikerin, Programmiererin. Seit 2019 arbeite ich als Mediatorin in Tübingen und verhelfe Parteien zu Klarheit über ihre Konflikte und zu kreativen Lösungen.
Bei Auseinandersetzungen sind Analyse und Struktur unerlässlich, doch je höher die emotionale Verstrickung, desto geringer die Lösungskompetenz. Ich weiß, wovon ich rede. Denn manchmal brauchen auch Mediatorinnen eine Mediatorin. Für mich ist das kein Widerspruch zu meinem Beruf. Es ist die logische Konsequenz aus allem, was ich in ihm gelernt habe. Mehr über mich erfahren Sie hier.
























