Was Sie schon immer über mich wissen wollten? Beantworte ich hier.
- Ich wuchs in Eislingen/Fils auf.
- Mit 17 las ich den damaligen Bestseller ‚Götter, Gräber und Gelehrte‘. Von den abenteuerlichen Geschichten und dem Forscherleben fasziniert stand mein Ziel fest: Keilschrift lernen und den Alten Orient erforschen. Dazu würde ich zu Pferd Mesopotamien durchstreifen und versunkene Städte finden und deren Archive übersetzen.
- Nach dem Abi plädierte mein Vater für eine Ausbildung beim Finanzamt, meine Mutter für irgendeine in der städtischen Verwaltung. Lieber hätte ich mich erschossen.
- Ich wollte unbedingt zum Studieren in die weite Welt. Also schrieb ich mich an der Uni in Tübingen ein. Entfernung: ca. 65 km.
- Dort verwirklichte ich meinen Traum und widmete mich der Altorientalistik, Vgl. Sprachwissenschaft und der Vorderasiatischen Archäologie.
- Sprachen und Schriften bestimmten mein Leben: Sumerisch, Assyrisch, Babylonisch, Hethitisch, Hebräisch, Phönizisch. Dazu kamen Sprachgeografie, Analysen von indogermanischen Sprachfamilien, von Turk- und Mayasprachen.
- Eines meiner Fazits: So sehr ich die Absicht schätze die Gleichberechtigung voranzutreiben, so untauglich halte ich Gendern dafür. (Die Gender-Debatte führte man schon vor über 40 Jahren!)
- Eine archäologische Expedition führte mich für drei Monate in den Irak.
- Wegen meiner Studienwahl wurde ich anfangs – gelinde ausgedrückt – skeptisch betrachtet. Als ich aus eigener Anschauung von Uruk und Babylon, von Bagdad und Samarra erzählen konnte, wurde ich beneidet. Und erst recht, als ich von einer sechswöchigen Exkursion durch Türkei und Syrien Ansichtskarten schickte.
- Meinen Master of Arts machte ich in London, an der School of Oriental and African Studies.
- Begegnungen mit und Sichtweisen von Menschen aus fast allen Erdteilen, die ich als Studentin traf, weiteten meinen Horizont erheblich.
- Ernüchtert über die Chancen, mich als Altorientalistin ernähren zu können, zog ich an den Bodensee und sattelte an der Uni Konstanz auf Informationswissenschaft um.
- Auch in diesem Fach nutzte mein Wissen aus meinen Lieblingsfächern Chemie und Latein nichts.
- Bei Carmina Burana, die wir im Leistungskurs Latein durchnahmen, bin ich immer noch textsicher.
- Die Lieder des Musicals Hair lernte ich außerhalb der Schule. Damals sang ich ohne Rücksicht auf meine Umwelt.
- Sonnenlicht ist für mich unabdingbar. Ist es längere Zeit trübe, werde ich trübsinnig.
- Trösten können mich dann eine Zeitlang Schokolade und Kuchen.
- Üblicherweise vertilge ich viel Obst und Gemüse in allen Varianten, Fleisch spielt eine untergeordnete Rolle.
- Eine Woche ohne Käsebrot ist für mich eine verlorene Woche.
- Ich mag Systemanalyse und Logik, Strukturen und Tabellen. Über die Jahre habe ich sogar meinen Mann mit dem Führen von Tabellen infiziert.
- Logik hilft auch bei Exit-Games, die ich mit Freunden spiele.
- Als Programmiererin und Supporterin verdiente ich lange meine Brötchen.
- Zum Ausgleich des langen Sitzens betrieb ich viele Jahre Orientalischen Tanz und sammelte reichlich Bühnenerfahrung.
- Heute widme ich mich meinem Garten, besuche Kunstausstellungen oder wandere. Letzteres kann schon mal in Weitwanderungen wie dem Westweg und eine Alpenüberquerung münden.
- Ich lese gerne Krimis und bin treue Tatort-Seherin.
- Zusätzlich sehe ich mir Serien an. Meine Favoriten: True Detectives und HIP.
- Bei brutalen Szenen schaue ich weg.
- Die Begeisterung für Krimis floss in eigene Krimiveröffentlichungen, dazu kamen Drehbücher und ein SciFi-Roman.
- Eine meiner Krimikurzgeschichten wurde jüngst ins Hindi übersetzt und in einer Anthologie veröffentlicht. Im Zuge einer Weiterbildung erwärmten sich Hindi-Übersetzer für Krimis. Dieses Genre existiert auf dem indischen Markt so gut wie nicht. Und es gibt noch weniger Krimis, in denen clevere Frauen so meucheln, dass sie nicht erwischt werden. Die indische Gesellschaft verändert sich stark, weswegen die Verlegerin die Antho ins Programm nahm. Ich hätte nie gedacht, dass ‚Neckar-Chutney‘ einen Beitrag zur Emanzipation der Inderinnen leisten könnte.
- In meinem Regal bekam das Belegexemplar der Hindi-Antho einen Ehrenplatz . Es wirkt so fremd wie faszinierend. Einige Male habe ich im Quellennachweis nachgeschaut, ob sich die Übersetzung wirklich auf meine Geschichte bezieht.
- Mit meinen Klienten spreche ich hochdeutsch, im Alltag schwäbisch. Ich wuchs mit dem Dialekt auf und sprach sehr lange lieber eine Fremdsprache als als Hochdeutsch. Bayerisch reden galt und gilt als gemütlich, Schwäbisch reden als hinterwäldlerisch. Ich finde das unfair.
- Felltiere verführen mich zum Streicheln. Immer.
- Durch meine Jahre im Ausland weiß ich, was es heißt, sich in einer fremden Sprache nicht oder nicht so ausdrücken zu können, wie man will.
- Schwäbisch ist durch seine Nuancen in Wortwahl und Tonfall sehr präzise. Folglich musste mein nächster Partner Schwabe sein, damit er alles mitbekam.
- Mein Mann und ich sind seit rund 40 Jahren ein Team.
- Klassische häusliche Szenenfolge: ich zeige meinem Mann ein neues Rezept, er möchte das Gericht auch essen. Bis es Tage oder Wochen später ans Kochen geht, ist das Rezept verschwunden. Und wenn ich es nach hektischer Suche endlich aufgestöbert habe, dient es höchstens als Basis für meine Kreativität.
- Mein Englisch hat sich über die Jahre etwas verloren, dafür lerne ich Französisch.
- Bislang bereiste ich 32 Länder auf 4 Kontinenten, das Gros davon auf eigene Faust.
- Mit Finanzämtern und Formularen kann man mich heute noch jagen.
- Aktivitäten und Reisen auf meiner To-Do Liste ‚arbeite‘ ich seit ein paar Jahren systematisch ab, weil ich früher die Punkte nicht aufgeschrieben und somit oft vergessen oder verschoben habe. Ich will meine Lebenszeit noch bestmöglich ausnutzen.
- Abgehakt auf meiner To-Do Liste in 2025: Versailles besichtigen, auf dem Lindauer Gartenkulturpfad wandern, die Dix-Ausstellung in Albstadt und die Hengstparade in Marbach besuchen.
- Geritten bin ich in meinem Leben auf Pferd, Esel, Kamel, Elefant. Seit ich von einem Anbieter für Ausritte auf Kühen gelesen habe, steht das auch auf meiner Liste. Einmal im Leben möchte ich im wahrsten Sinne des Wortes Cowgirl sein.
- Als Teenagerin hängte ich nie Poster von Stars an die Wand und habe nie einen angeschmachtet.
- Die Vorstellung ewig zu leben ist für mich der Horror. Ich finde, erst durch die Begrenztheit der Zeit gewinnen Erlebnisse ihren Wert.
- Magische Momente erlebte ich bei Sonnenaufgang in der Türkei auf der Ostterrasse des Nimrud Dag und weitere in Babylon, als bei Sonnenuntergang Wasserbüffel am Fuße des Turms zur Tränke kamen.
- Ich mag keine Action Filme. Für mich sind das nur Materialschlachten.
- Mich interessieren Geschichten mit Substanz. Gut, nicht jede spielt in der Liga eines antiken Dramas, aber darf sich gerne daran orientieren.
- Als Fotomotiv verwendete man mich oft bei einer Reise durch den Iran, wobei die Selfie-Knipser vorher immer fragten. Den Vogel schoss ein Trupp junger Männer ab, als ich eine Promenade in Indien entlanglief. Ein SUV bremste neben mir scharf, die Männer stiegen aus, warfen sich wortlos neben mir fürs Selfie in Pose, und fuhren weg.
- Ähnlich befremdet müssen sich Promis fühlen, wenn Personen auf Selfies mit ihnen bestehen.
- Als Kind nach meinem Berufswunsch gefragt antwortete ich ‚Apothekerin‘. Das hat mich zwar nie interessiert, aber es machte Eindruck und ich hatte meine Ruhe.
- Ich habe nie Drogen konsumiert und werde es auch künftig unterlassen.
- Als Teenager und als Studentin bin ich regelmäßig geritten.
- Danach verlegte ich mich auf Sportklettern, Skitouren, Hochgebirgswandern.
- Jahrzehnte lang habe ich geglaubt, dass ich nicht zeichnen kann, außerdem hatte meine ältere Schwester diese Nische schon besetzt. Als ich es als Erwachsene versuchte, war ich von den Ergebnissen sehr überrascht.
- Ich bin Zeitzeugin der Mode der 70er, sie gefiel mir schon damals nicht und staune, dass sie derzeit wieder angesagt ist.
- Murals faszinieren mich. Die fantasievollsten, die ich bislang gesehen habe, schmücken Fassaden in Paris, Lyon, Isfahan.
- Meine Stimmer versagte schnell, wenn ich in lauten Umgebungen reden musste. Ein Sprechtraining heilte mich davon.
- Ich lese gerne vor. Und ich werde regelmäßig zum Vorlesen eingeladen.
- In Turnen und Leichtathletik habe ich in der Schule immer versagt. Immerhin jogge ich mittlerweile, allein und langsam, weil ich nur auf Ausdauer Wert lege.
- Soooo gerne würde ich mit einer Quadriga fahren. Oder auf zwei Pferden stehend galoppieren.
- Zu Recherchezwecken belegte ich u.a. eine Vorlesung in Rechtsmedizin.
- Als Autorin gehörte ich den Mörderischen Schwestern an, einem Verein deutschsprachiger Krimiautorinnen.

Über mich: Offen in die Zukunft. Dies ist mein Claim und Motto fürs Leben. Man hat seine Vorstellungen von der Zukunft und dann passiert das Leben. Es erfordert Anpassungen und Weiterentwicklung, es verleiht Impulse und überrascht. Ich fände nichts langweiliger als zu wissen, was ich in den nächsten Jahrzehnte erleben werde. Dieselbe Offenheit für die Zukunft bringen Klienten mit. Denn ihre Kreativität führt sie zu Lösungen, die sie sich vorher nicht vorstellen konnten. Mehr über mich erfahren Sie hier.
Liebe Ulrike!
Ich kann dir die Sehnsucht zum Reisen so nachfühlen! Wie toll, was du alles schon gesehen hast… ich habe die Bücher über die Langstreckenwanderungen von Christine Thürmer gelesen und kann mir vorstellen, welche Freiheit sie dabei empfindet. Die Bedingungen sind mir selbst dann aber oft zu krass- wandern in gefrorenen Schuhen zum Beispiel. Ich friere nämlich schnell;)
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim entdecken unserer Erde und beim Abhaken der Ziele auf deiner Liste. Viele Grüße Nicole
Liebe Nicole, herzlichen Dank für deinen Kommentar. Lass dich bitte nicht abhalten, eine Langstreckenwanderung zu unternehmen. Man kämpft nicht auf jeder Tour mit Minusgraden. Es geht ums Losgehen und Durchhalten, dabei die eigene Gesundheit berücksichtigen und die Route anzupassen, wo nötig. Z.B. Höhenmeter reduzieren, Schnee ausweichen, schöneren Weg wählen, … Man erlebt immer viel und begegnet interessanten Menschen, dafür lohnt sich der Weg. Jeder. Viele Grüße, Ulrike
Liebe Ulrike,
Wenn auch auf die Ferne- Ich habe in Dir eine beeindruckende Persönlichkeit kennengelernt. Viel Erfolg als Mediatorin.
LG Klaus-Olaf
Lieber Klaus-Olaf,
ganz herzlichen Dank für das Kompliment und deine guten Wünsche.
LG Ulrike