Selbsttest

Welcher Konflikttyp sind Sie?

25 kurze Aussagen, ein ehrlicher Blick auf Ihr Konfliktverhalten. Beantworten Sie jede Aussage mit Ja oder Nein.

Woran denken Sie beim Beantworten?
Kontext

Denken Sie an Konfliktsituationen in diesem Bereich und kreuzen Sie an.

0 von 25 beantwortet

Ich bleibe in hitzigen Diskussionen still, auch wenn ich starke Meinungen habe.
Ich gebe um des Friedens willen oft nach, auch wenn ich nicht einverstanden bin.
Ich kündige meinem Gegner Bestrafung an.
Ich glaube, dass beide Seiten gleiche Opfer bringen sollten, um einen Konflikt zu lösen.
Ich frage mich, was wir beide bräuchten, dass es für uns passt.
Diskussionen und Problemlösungen schiebe ich lieber auf einen günstigeren Zeitpunkt.
Ich priorisiere die Bedürfnisse der anderen Person stärker, um die Harmonie zu bewahren.
Ich beschuldige die andere Partei für ihre Fehler und beharre auf meinem Recht.
Ich habe schon Spaß an Konflikten, aber die Gefühle dürfen nicht zu heftig werden.
Ich teile meine Bedenken offen mit und ermutige andere, dasselbe zu tun.
Ich meide Menschen, von denen ich weiß, dass sie nicht mit mir einverstanden sind.
Ich habe Angst davor, in der Wut etwas zu tun, was ich später bereue, deshalb verdränge ich meine Wut.
Das Gewinnen eines Arguments ist mir wichtiger als die Gefühle der anderen Person.
Ich setze mich mit den Konfliktparteien an einen Tisch und kläre die Angelegenheit.
Wenn ich mich über ein Gruppenmitglied ärgere, sage ich ihm weshalb und worüber. Dann frage ich, wie ihm zumute ist.
Ich habe oft Angst vor Konflikten. Bei offenen Aussprachen werden die Leute verletzt.
Man muss auch nachgeben können, kämpfen ist oft unnötig anstrengend.
Ich nutze meine Position oder mein Fachwissen, um das Ergebnis von Konflikten zu beeinflussen.
Ich suche nach einem fairen Mittelweg, den niemand liebt, aber jeder akzeptieren kann.
Wenn ein Gruppenmitglied auf seine Einwände beharrt, will ich unsere Argumente aus dessen Sicht prüfen und ihn besser verstehen.
Ich halte mich heraus, wenn andere streiten. Soll doch jeder sehen, wie er seine Meinung selber durchsetzen kann.
Konflikte frustrieren mich. Entweder ärgere ich mich oder ich resigniere.
Wenn ich nicht einverstanden bin, erhöhe ich den Druck, um mich durchzusetzen.
Eine richtige Wut ist für alle gut, solange niemand gekränkt wird.
Ich suche aktiv nach Lösungen, die die Interessen aller Beteiligten wirklich erfüllen.

Bitte beantworten Sie alle 25 Aussagen, um Ihre Auswertung zu sehen.

Ihr Ergebnis

 

Die Schildkröte

Konfliktvermeidung

Stärken

Sie bewahren Ruhe, eskalieren nichts und schaffen Abstand, wenn Emotionen zu hoch kochen. Statt aus dem Bauch heraus zu reagieren, ziehen Sie sich zurück, bis sich die Wogen geglättet haben. Bei kleinen oder wirklich unwichtigen Streitpunkten ist das eine kluge, energiesparende Wahl. Nicht jeder Konflikt muss ausgetragen werden.

Typische Fallen

Das Vermeiden hat seinen Preis: Ungelöste Themen bleiben liegen und tauchen später oft in verschärfter Form wieder auf. Frustration staut sich an, und weil Sie selten offen sagen, was Sie stört, wissen andere oft nicht, woran sie mit Ihnen sind. Wichtige Anliegen gehen so leicht unter.

So kommen Sie weiter

Setzen Sie sich bewusst einen Zeitpunkt, an dem Sie ein Thema ansprechen, statt es endlos zu verschieben. Ein fester Termin nimmt dem Vermeiden die Ausrede. Üben Sie, kleine Anliegen früh und in kurzen, klaren Sätzen zu benennen, solange sie noch klein sind. Fragen Sie sich vor jedem Rückzug: Vermeide ich, weil es wirklich unwichtig ist, oder weil ich das unangenehme Gespräch scheue?

Der Teddybär

Nachgeben und Anpassen

Stärken

Sie bauen Vertrauen und Harmonie auf und stellen die Beziehung über die Sache. Anderen entgegenzukommen fällt Ihnen leicht, und Sie spüren gut, was der Gegenseite wichtig ist. Das macht Sie zu einer angenehmen, verlässlichen Gesprächspartnerin oder einem verlässlichen Gesprächspartner, besonders dann, wenn das Verhältnis langfristig wichtiger ist als der einzelne Streitpunkt.

Typische Fallen

Ihre eigenen Bedürfnisse geraten dabei leicht aus dem Blick. Weil Sie häufig nachgeben, sammelt sich mit der Zeit Groll an, den Sie selbst oft erst spät bemerken. Manche Menschen nutzen Ihre Nachgiebigkeit zudem aus, ohne dass Ihnen das im Moment auffällt, und die Beziehung, die Sie eigentlich schützen wollten, gerät dadurch schleichend aus der Balance.

So kommen Sie weiter

Klären Sie vorab für sich, was Ihnen in einer Situation wirklich wichtig ist, bevor Sie automatisch nachgeben. Üben Sie kleine, klar formulierte Neins in Situationen mit geringem Risiko, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Unterscheiden Sie bewusst zwischen Zugeständnissen, die Sie sich leicht leisten können, und solchen, die Ihnen auf Dauer schaden. Sprechen Sie Letzteres offen an.

Der Hai

Durchsetzen und Wettbewerb

Stärken

Sie treffen schnelle Entscheidungen und beziehen klar Position, auch wenn das unbequem ist. In Krisen oder wenn rasches Handeln gefragt ist, ist das genau die Stärke, die gebraucht wird: Sie zögern nicht und übernehmen Verantwortung, wo andere zaudern.

Typische Fallen

Der Preis dafür zeigt sich oft erst später: Beziehungen leiden, weil andere sich überfahren oder nicht gehört fühlen. Lösungen, die vor allem durch Druck entstehen, halten selten lange. Sobald der Druck nachlässt, bricht oft auch die Einigung wieder auf. Und wer sich wiederholt übergangen fühlt, zieht sich irgendwann zurück oder wird selbst zum Gegner.

So kommen Sie weiter

Hören Sie aktiv zu, bevor Sie Ihre Position durchsetzen. Oft reicht es schon, der anderen Seite wirklich das Gefühl zu geben, gehört zu werden. Fragen Sie öfter, statt zu behaupten, und lassen Sie sich auf Antworten ein, die Ihrer ersten Einschätzung widersprechen. Setzen Sie Ihre Machtmittel bewusster und sparsamer ein: Nicht jede Auseinandersetzung muss gewonnen werden, um erfolgreich zu sein.

Der Fuchs

Kompromiss

Stärken

Sie sind pragmatisch und finden schnell eine für beide Seiten tragbare Lösung. Statt lange zu verhandeln, suchen Sie zügig einen fairen Mittelweg, das spart Zeit und Nerven und wirkt auf andere angenehm ausgleichend und lösungsorientiert.

Typische Fallen

Der Kompromiss ist dabei oft ein halbherziger Mittelweg, den am Ende niemand wirklich gut findet, aber alle gerade noch akzeptieren. Weil Sie schnell zur Lösung kommen wollen, bleiben die eigentlichen Interessen hinter den Positionen häufig unentdeckt, und damit auch bessere Lösungen, die mehr Zeit gebraucht hätten.

So kommen Sie weiter

Gehen Sie einen Schritt weiter und fragen Sie nach dem Warum hinter den Positionen, bevor Sie in den Kompromissmodus wechseln. Oft liegt hinter zwei scheinbar unvereinbaren Forderungen eine dritte Lösung, die beide Seiten vollständig zufriedenstellt. Nehmen Sie sich bei wichtigen Themen bewusst mehr Zeit, statt der schnellen Einigung automatisch den Vorzug zu geben.

Die Eule

Zusammenarbeit

Stärken

Sie suchen Lösungen, die beide Seiten wirklich zufriedenstellen, und nehmen sich dafür bewusst Zeit. Dabei stärken Sie gleichzeitig die Beziehung und das Ergebnis: Sie fragen nach, hören zu und lassen sich auf die Perspektive der anderen Seite ein, bevor Sie gemeinsam nach einer Lösung suchen.

Typische Fallen

Dieser Ansatz braucht Zeit und Energie, beides, das Sie nicht immer in gleichem Maß haben. Nicht jeder Konflikt rechtfertigt den Aufwand einer vollständigen Klärung, und wer diesen Ansatz auf jede Kleinigkeit anwendet, ermüdet sich selbst und andere.

So kommen Sie weiter

Reservieren Sie Ihren gründlichen, kooperativen Ansatz gezielt für die Konflikte, die wirklich wichtig sind. Erlauben Sie sich bei Kleinigkeiten bewusst eine schnellere, pragmatischere Lösung, statt jedes Thema gleich intensiv zu bearbeiten. So bleibt Ihre Stärke dort verfügbar, wo sie den größten Unterschied macht.

Sie möchten Ihr Konfliktverhalten vertiefen?

Ein Test gibt eine erste Orientierung, ein Gespräch bringt Klarheit. Ich begleite Sie dabei, Konflikte zu verstehen und konstruktiv zu lösen.

Mehr zu den fünf Konflikttypen lesen Sie im Blogartikel Die 5 Konflikttypen.